Die Idee zur Gründung des Vereins ergab sich durch folgende Begebenheit:

Am 22.01.2020 besuchte ich, Thomas Günther, eine Vorschule in dem Dorf Majaoni in der Nähe von Mtwapa, nördlich von Mombasa, Kenia.

Meine Begleitung zahlte für ihre Nichte das Schulgeld und dabei fragte ich den Vater des Kindes, Herrn Jackson Kinuthia, was denn wäre, wenn das Schulgeld nicht bezahlt werden kann.

Die nüchterne Antwort lautete „dann kann das Kind nicht zur Schule gehen!“.

Daraufhin fragte ich weiter nach, ob er denn Fälle aus der Nachbarschaft kennen würde, bei denen das der Fall ist.

Auch hier fiel die Antwort nüchtern aus: „Ja, selbstverständlich. Die Nachbarin zum Beispiel hat vier Kinder, zwei können zur Schule gehen, zwei nicht.“

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Mich beschäftigte der Dialog auf der Heimreise nach Deutschland. Da ich selbst über Plan-Mit, SOS-Kinderdörfer und ChildAid Pate von Kindern in Entwicklungsländern bin, kam mir der Gedanke, auch dort Kinder zu unterstützen.

Überhaupt ist die unterschiedlichen Lebenssituation in den meisten Ländern Europas und in den Entwicklungsländern immer wieder bizarr.

 Wir haben jederzeit verfügbares Trinkwasser aus dem Wasserhahn, nutzen dies sogar für die Toilettenspülung, für den Garten oder zum Putzen. Wir sind krankenversichert, haben rechtliche Absicherungen als Arbeitnehmer, usw.

Allein Trinkwasser zu erhalten, ist in so vielen Regionen dieser Welt eine Besonderheit, von sozialen Errungenschaften wie Kranken-, Renten- oder einer Arbeitslosenversicherung ganz abgesehen.

Dennoch ist die Lebensfreude und sind die Launen in diesen Ländern oftmals größer und die Leichtigkeit die Lebensumstände zu meistern, bewundernswert.

Es ergab sich der Wunsch dort vor Ort zu helfen und Kinder mit Schulpatenschaften zu unterstützen.

Mein Gedanke daraus: „Du kannst nicht die Welt retten! Aber wenn es dir gelingt, dass durch dich nur ein Kind aufgrund von Bildung zum Beispiel einen Brunnen bauen kann oder eine Hühnerfarm bewirtschaften kann, um mal zwei Beispiele zu nennen, dann hat sich das ganze schon gelohnt.

Zu Hause angekommen, besprach ich die Idee mit meinen Freunden, die mir allesamt ihre Unterstützung anboten und so kam daraus die Idee zur Gründung des Vereins „Kinder-Kenias e.V.“

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